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Spanien vom 3. Januar 2020 bis 6. März 2020

So - nun ist es soweit, das Spanienabenteuer liegt vor uns. Am Freitag, 3. Januar 2020 geht‘s auf große Reise nach Andalusien. Wir sind gespannt.

Freitag, 3. Januar 2020

Man o man ... viele Kilometer liegen vor uns und wir freuen uns auf die Sonne Andalusiens. Hoffentlich können wir die Grippewelle umgehen. Sicherlich! Über Nürnberg - Karlsruhe - Baden Baden - Offenburg - Mühlhausen kommen wir nach Ottmarsheim. Hier ist die Grenze Deutschland - Frankreich, direkt längs durch den Rhein. Links am Rhein, also schon in Frankreich steht eine Riesenfabrik. Das Wetter ist nicht gut, es nieselt und ist kalt. Und ich werde auf der Autobahn geblitzt. So ein Mist und das auch noch in Frankreich. Reiner und ich wechseln uns alle 200 km beim Fahren ab und ich werde jetzt auch mit dem Tempomaten fahren - ist sicherer!!! Wir kommen am ersten Ziel in Louhans (Stellplatz) an. Er liegt schön ruhig an einem Fluss und in nur wenigen hundert Metern, sind wir zu Fuß, in der Kleinstadt. Hier kaufen wir ein gutes Baguette. Die engen Gassen werden nicht so beleuchtet wie bei uns und so erscheinen sie in einem ganz besonderen Flair. Die Weihnachtsbeleuchtung ist überwiegend kitschig. Müde fallen wir zeitig in die Koje, da wir am nächsten Tag zügig weiterfahren wollen.
Gesamtkilometer am Freitag: 764 km

Samstag, 4. Januar 2020

Nach dem Frühstück laufen wir am Fluss spazieren, sehen riesige Misteln in den Bäumen und zwei Bootsfahrer, die zum Angeln fahren. Auf der nahegelegenen Autobahn geht‘s nun weiter Richtung Spanien. Das Wetter wird milder und es regnet nicht mehr. Dafür geht der Wind so stark, dass wir zu tun haben, unser Bobberla auf der Straße zu halten. Ganz schön anstrengend ist das. An Lyon - Vienne, an dem riesigen Fluß Rhone entlang, danach Saint-Uze. Bei Mornas und Loupion sehen wir zum ersten Mal das Meer und bei Bezier sehen wir eine riesige Burg, diesmal ausnahmsweise im Tag stehen. Roquefort - Des - Corbieres besticht durch seine großen Berge, Felsen und Windräder. Bei La-Palme sehen wir im Hintergrund die Pyrenäen. Was für eine Landschaft und alles noch in Frankreich. Auch dieses komische Sauf-Schild sehen wir öfter in Frankreich. Bei La Jonquera ist der Übergang nach Spanien ... Andalusien wir kommen. Ein paar Kilometer abseits der Autobahn kommen wir nach Capmany, ein ans Tal geschmiegtes Dorf. Wunderschön in der untergehenden Sonne anzusehen. Hier ist irgendwo der Campingplatz ... unser Navi führt uns durch die Ortschaft ... das kann doch nicht passen! Reiner sieht es wie immer gelassen ... durch eine Gasse den Berg hoch ... zwei Balkone nur wenige Zentimeter über uns ... und wirklich !!! wir streifen den Asperagus der darauf steht. Reiner nun wieder rückwärts, da ein Auto entgegenkommt. Mir vergeht das Lachen ... Reiner schafft es! Unglaublich !!! Bei mir hätte man das Haus abreisen müssen ... also nun rückwärts die Gasse hinab ... am Berg gegenüber umgedreht und wieder zurück durch‘s Dorf. Die Kupplung stinkt !!! Außerhalb des Dorfes dann ein Schild mit dem Hinweis Camping. Doofes Navi !!! So und nun ohne Probleme zum Campingplatz und der ist wie wir ihn uns wünschen. Er erinnert uns total an die Toskana. Ein wirklicher Traum. Unter Pinien- und Olivenbäumen haben wir eine sehr ruhige Nacht auf dem Campingplatz „L‘Albera“ in Capmany.
Gefahrene Kilometer am Samstag: 625 km

Sonntag, 5.Januar 2020

Morgens machen wir einen ausgiebigen Spaziergang um den Platz. Wir sehen Ruinen, eine Farm, Kakteen, blühende Pflanzen ... einfach schön. Leider muss man sagen, denn es geht weiter. Wir wären gerne noch etwas geblieben, aber wir kommen auf der Heimfahrt wieder. Unsere Fahrt geht weiter nach El Campello, unserer nächsten Übernachtung. Die Berge säumen unseren Weg, ab und zu sehen wir Burgruinen und eine Landschaft, die sich zusehends verändert. Es wird karg und das bis jetzt gewöhnte Grün wird weniger. Unmengen an Oranger- und Zitronenplantagen, sind zu sehen. Was für eine Pracht. Und wir sehen blühende Bäume ... Mandelbäume ? Vom Castello de La Plana, durch viele Tunnel, an Calpe vorbei und hier sehen wir wieder einen Stier, der El Torro genannt wird und ein Wahrzeichen Spaniens ist. Bei Benidorm sind zwischen Autobahn und Meer eine Stadt gebaut, die wie Dubai erscheint. In El Campello angekommen ist es bereits dunkel und unser Stellplatz „Completto“ ... also voll. Auch der Zweite „Completto“ und so suchen wir in der fremden Küstenstadt verzweifelt nach einer sicheren Übernachtungsmöglichkeit. Im Costa Blanca Camping hat man erbarmen und wir dürfen ganz vorne an der Rezeption übernachten, denn auch dieser Platz ist voll. Egal ... Hauptsache hinter verschlossener Tür. Erschöpft schlafen wir ein.

Montag, 6. Januar 2020

Früh morgens machen wir gleich einen Ausflug zur Küste. Die Sonne geht gerade auf und wir sehen das Meer in seinem ganz besonderen Licht. Eine Frau mit ihren Hunden war am Strand, um streunende Katzen zu füttern. Wie schön! Wir sehen ein paar Skulpturen, blühende Kakteen und viele Segelboot im nahen Hafen. Unsere Fahrt geht weiter. Nun ist es so karg, dass nur noch Steine, Felsen und sehr wenig grün zu sehen ist. An einem Lego-Hotel (bunt wie ein Legohaus) vorbei, bergauf und bergab geht es weiter an der Sierra Nevada entlang. Bei Nijar fangen diese kilometerlangen Gewächshäuser an und ziehen sich geballt durch die ganze Halbinsel. Roquetes de Mar, La Mojonera und El Ejdio - Urlaubsorte an der Küste und inmitten dieser Gewächshäuser. Unglaublich! Einerseits verstehen wir das, andererseits ist es nicht schön anzuschauen. Auf dem Bild das ihr seht und weiß ist, sind es keine Felsen, sondern diese Gewächshäuser. Bald kommen wir in unserem Ziel, dem Campingplatz „Camping Almayate Costa“ an. 
Gefahrene Kilometer: 478 km.

Dienstag, 7. Januar 2020

Nix Fahrtag ... hier bleiben ... ankommen ... ausruhen. Der Strand ist sehr einsam hier, wir können gut laufen und die Sonne strahlt uns schon morgens an. Was kann also schöner sein ... Unser Platz liegt direkt am Meer, wie wir uns es erträumt haben. Der Sand ist anthrazitfarbig und zum Teil auch Kies. Das Meer ist dunkelblau und total sauber. Nachmittags laufen wir am Strand, an einer Hippiebar vorbei ... leider geschlossen ... hier würden wir her passen! Durch einen Bambusweg kommen wir wieder zur Straße. Der Weg war gar kein Weg, sondern darin fließt das Wasser vom Berg ab, sobald es regnet. Naja - wir sind drinnen gelaufen - ohne Wasser. Das nahe Dorf ist wirklich ganz einfach. Wie überall in den südlichen Ländern sind die Häuser weiß und die Fensterläden geschlossen, wir komisch bei diesen Temperaturen ist. Es sind ja erst 17 Grad. In einem Laden können wir ein paar Lebensmittel kaufen. Mit dem Rucksack bepackt, laufen wir auf einem Weg zurück. Hier sind die Straßen, schwer zu beschreiben. Zwischen Sand, Dreck, Teer und Schotter sind es für uns unbefahrbare Wege. Hier ist es halt anders und uns begegnen immer wieder Autos. Die Hauptstraßen sind aber in Ordnung. Einige Häuser in Almayate sind mit schönen Fliesen verziert, bei anderen würde man denken, sie sind unbewohnt. Ist aber nicht so! Die Andalusier sind aufgeschlossen, wirken und grüßen uns und wir denken, dass sie glücklich sind, so wie sie leben. Wir sind auch glücklich hier! Zurück auf unserem Platz werden wir auf der einen Seite von einer Weimeranerhündin mit deutschem Herrchen und auf den anderen Seite von einem Dobermann mit französischen Schweizerherrchen begrüßt.

Mittwoch, 8. Januar 2020

Der Himmel sieht bei unserem morgendlichen Strandspaziergang ganz anders als gestern aus. Wolken ziehen am Himmel und das Meer ist unruhig. Wir sehen, wie ein Boot mit einem Bagger ins Meer gebracht wird. Als wir zurückkommen ist der Himmel wieder klar und blau. Nachmittags fahren wir mit den Rädern nach Torre del Mar. Es liegt nur ca. 4 km östlich vom Campingplatz. Hier ist es wie in der Großstadt und zur Promenade kommen wir an Weihnachtssternen vorbei, die es hier auch wild wachsend in riesigen Büschen gibt. Angekommen staunen wir nicht schlecht. Hier ist es gepflegt und sehr sauber. Naja ... für Touris gemacht. Entlang der Promenade sind überall kleine Häuschen, wo man essen kann. Und es gibt hier unheimlich viele Papageien. Meistens sind es grüne, die in der Wiese hüpfen oder in den Palmen sitzen. Sehr schön, das schnatternde Volk zu beobachten. Wir sitzen auf einer Bank und zwei kleine Jungs führen uns ihre Fahrkünste auf einen Roller vor. Der kleine davon ist herrlich und versucht mit uns zu sprechen. Geht nicht ... aber macht nix ... wir verstehen uns auch so. Wir sehen ein größeres Fischerboot, dass von Möven zurück zum Hafen begleitet wird.

Donnerstag und Freitag, 9. + 10. Januar 2020

Wir beschließen eine Wanderung, zum gegenüberliegenden kleinen Park zu machen. In einem Gebüsch sehen wir einen Granatapfel hängen, an dem wir leider aber nicht heran kommen. Jetzt wissen wir aber, wo sie wachsen. Links ist ein kleines Bergdorf. Wie gesagt, die Straße ... für uns ein Wanderweg. Der aber gefällt uns gar nicht, also laufen wir abseits den Berg hoch und kommen zu einem alten Sandsteinbruch. Der ist stillgelegt ... denken wir! Falsch gedacht! Der Besitzer ... vielleicht!!! ... kommt angerannt und versucht uns zu erklären, dass dieses Grundstück privat ist. Also wo wir herkamen, war kein Schild zu sehen. Egal. Also wieder Richtung Bergdorf. Hier verfolgen uns zwei Hunde und ein riesiger steht auf einem ... Gott sei Dank ... eingezäunten Grundstück. Über den Berg kommen uns Ziegen entgegen, mit natürlich einem Hirten und einem Hund. Ein Stück weiter unten sehen wir zwei Muli‘s? Schöne Tiere sind das. Und nun sind wir wieder in Almayate angekommen. Nur noch wenige Kilometer und wir sind wieder am Campingplatz.
Heute (Freitag) wir gefaulenzt, aber wir waren schon am Meer bei aufgehender Sonne.

Samstag, 11. Januar 2020

Heute früh laufen wir links am Strand, kommen an der Hippiebar vorbei und weiter geradeaus, an ein wirklich sehr kleines Küstendorf. Vielleicht 20 Häuser auf einer Seite, wie eine Perlenkette und direkt vor dem Strand. Wir dachten nicht, dass hier noch etwas kommt, da nur ein Sandweg hierher führt. Also hier ist es richtig schön. Manche Häuser sind mit Muscheln verziert. Na schau mal an, da haben wir doch was tolles entdeckt. Als wir zurück kommen, treffen wir Micha und seine Weimeranerhündin. Und der Campingplatz wir zusehend voll, denn die Spanier kommen und genießen ihr Sonnenwochenende. Auf einmal ist keine Stille mehr, sondern das südländische Temperament ist zu hören. Man meint wirklich, das Glück aus den Stimmen zu hören. Schön! Am Abend laufen wir rechts am Strand. Das Meer war heute den ganzen Tag unruhig und jetzt am Abend sind es wirklich große Wellen, die auch weiter den Strand einnehmen. Ganz hinten ... wir sind dort schon einige Male gelaufen ... gehen diese Wellen bis zu den Felsen. Wir überlegen, ziehen Schuhe und Strümpfe aus, krempeln die Hosen hoch und ab geht‘s. So ... drüben angekommen sind die Hosen nass ... aber wir hatten eine Gaudi. Wir setzen uns in einigen Abstand auf eine Bank und beobachten das tosende Meer.
Temperaturen: Max. 17,3 Grad um 16.16 Uhr, Min. 8,8 Grad um 9.36 Uhr

Sonntag, 12. Januar 2020

Ein Traumwetter heute. Kein kühler Wind und Sonne pur. Unser Nachmittagsspaziergang, ein Weg, den wir schön öfters gingen, war heute ganz anders. Auf dem Sandweg hörten wir auf einmal Glockengeläut. Zwei Bauern mit einem Ochsengespann kamen uns entgegen. Große Holzwagenräder! Wir staunen. Natürlich haben wir schon gemerkt, wie einfach die Leute hier leben. Aber so ... hätten wir es nicht gedacht. Einfach zu leben ist ja auch nicht schlimm, aber typisch südländisch, dass überall Abfall auf den Wegen und Gräben liegt ist ganz schlimm - schade. Wir sehen noch große Hecken, einen Weihnachtssternbaum, einen Riesengummibaum (der wirklich von Weitem aussieht wie ein Kastanienbaum) und Felder mit Blumenkohl. Auf der anderen Seite, der Meerseite, setzen wir uns an den Strand und beobachten ein Segelboot und zwei „Sumselbrums“. Ein wundervoller Sonnenuntergang um 18.20 Uhr folgt. Schön war‘s heute wieder.
Temperaturen: Max. 16,9 Grad um 17.16 Uhr, Min. 8,8 Grad um 9.41 Uhr

Montag und Dienstag, 13. + 14. Januar 2020

Am frühen Morgen sehen wir ein Fischerboot und beobachten eine ganze Zeit, wie sie die Fangkörbe einholen. Und die Sonne glitzert wie Millionen Edelsteine im Meer ... sooooo schön! Nachmittags fahren wir mit dem Rad einkaufen ... das klappt wunderbar. Heute Abend gibt es gegrillten Lachs ... guuuut ... das haben wir uns verdient. 
Heute (Dienstag) kommen uns am Strand einige Hunde entgegen. Sie sind alle ganz lieb. Von Weitem sehen wir eine Reiterin. Ein großer alter Hund, der uns schon mal aufgefallen ist, liegt vor einer Hütte. Er erinnert uns an unserem Moses. Krümel fühlt sich sichtlich wohl, wenn er zu anderen Hunden Kontakt hat. Ach ... fast hätten wir es vergessen ... hier gibt es auch Muscheln. Und wir haben auch schon wieder einige gefunden. Sie sehen ganz anders aus, als unsere bekannten Nord- und Ostseemuscheln. Sie sind dick und groß. Das war‘s. 
Temperaturen: Montag - Max. 16,4 Grad um 17.21 Uhr, Min. 8,4 Grad um 9.51 Uhr / Dienstag - Max. 16,7 Grad um 17.31 Uhr, Min. 5,6 Grad um 9.16 Uhr

Mittwoch bis Freitag, 15. - 17. Januar 2020

Heute laufen wir wieder unsere, mittlerweile gewohnten, Spaziergänge am Meer entlang. Wir finden viele Muscheln im Sand. Danach genießen wir die Sonne Andalusiens, die uns jeden Tag auf‘s Neue weckt und lesen unsere mitgebrachten Bücher. Am Donnerstag geht Krümel zum Friseur. Er möchte endlich ins Meer und dort Steine suchen. Deshalb war es notwendig, aus unserem Kuschelbärchen, einen windschnittigen Andalusischen Windhund zu zaubern. Und er fühlt sich soooo wohl, im glasklarem Meer zu schwimmen. Am Freitag müssen wir unsere Vorräte auffüllen und fahren diesmal ohne Krümel in den Supermarkt nach Torre den Mar. Wir kaufen leckeren frischen Fisch und am Abend kommt die Regenbogenforelle gleich auf den Grill. Hmmmm lecker. Da es heute so warm war, wagte sich Andrea, beim abendlichen Spaziergang, mit den Beinen ins Wasser. Huuuu - war das kalt.
Temperaturen: Mittwoch - Max. 18,9 Grad um 14.26 Uhr, Min. 7,3 Grad um 9.21 Uhr / Donnerstag - Max. 16,9 Grad um 16.16 Uhr, Min. 7,5 Grad um 7.56 Uhr / Freitag - Max. 21,2 Grad um 15.36 Uhr, Min. 7,6Grad um 6.21 Uhr

Samstag, 18. Januar 2020

Heute regnet es zum ersten Mal hier in Andalusien - zumindest ein bisschen. Das Meer liegt ganz still. Es ist bewölkt und viele einheimische Angler sind am Meer. Der Himmel zeigt sich wieder von einer sehr schönen Seite. Also werden wir heute mal wieder nix machen - doch - etwas Lesen und ein paar Brettspiele.
Temperatur: Samstag Max. 16,2 Grad um 17.46 Uhr, Min. 10,5 Grad um 6.36 Uhr

Sonntag, 19. Januar 2020

Das Wetter ist wirklich sehr durchwachsen, aber es kommt immer wieder die Sonne hervor und wir können die warmen Strahlen genießen. Beim Laufen entdecken wir immer wieder neue Pflanzen. Unsere Augen und unser Gemüt freuen sich über die schönen Farben. Und Hunde sehen wir ... einer schöner wie der andere. Am liebsten würden wir alle mitnehmen.
Kronenwucherblume
Feuerranke
Japanische Wollmistel
Spitzblättrige Trichterwinde
Weihnachtsstern als Busch
Kakibaum
Kartoffel 
Mittelmeer-Zypresse
Wegerichblättriger Natternkopf
Senfrauke
Grausenf 
Gummibaum (ca. 8m hoch)
Spanisches Pfahlrohr
Rosa Trompetenwein
Zimmertanne (ca. 10m hoch)
Gartenbougainvillie
Ein lieber Hund
Temperatur: Max. 17,0 Grad um 13.46 Uhr, Min. 12,9 Grad um 21.21 Uhr

Montag, 20. Januar 2020

Micha und die Weimeranerhündin verabschieden sich und fahren Richtung Heimat. Heute früh sind die Berge hinter uns mit Schnee bedeckt, das Meer unruhig und ab und zu regnet es leicht. Wir sehen einen riesigen Regenbogen über dem Meer und staunen, wie schon so oft, über die Pastellfarben am Himmel. Wer das Meer liebt, von was wir sprechen. Es schäumt und sprudelt, wenn die Wellen an den Strand kommen.
Temperatur: Max. 13,3 Grad um 17.21 Uhr, Min. 10,1 Grad um 8.56 Uhr

Dienstag, 21. Januar 2020

Der Tag beginnt wie gestern, aber noch etwas trüber und die Wettervorhersage trifft wie befürchtet zu. Das Sturmtief „Gloria“ hauste ca. 370 km östlich von uns an der Spanischen Ostküste. Schnee in den Bergen sowie Sturm und Überschwemmungen. Eine Katastrophe. Erst Anfang Dezember wurde genau diese Region von Unwettern gebeutelt. Bei Alicante / El Campello verbrachten wir eine Nacht und auch diese Küstenstadt ist betroffen. Am Abend machen wir noch einen langen Spaziergang, finden eine Finca, in der wir es aushalten könnten. In der Nacht fängt es zu regnen an.
Temperatur: Max. 14,6 Grad um 15.46 Uhr, Min. 10,6 Grad um 23.16 Uhr

Mittwoch, 22. Januar 2020

... und es hört die ganze Nacht nicht mehr zu regnen auf. Ab 4 Uhr gewittert es immer mal und Dauerregen setzt ein. Vor unserem Bobberla ist ein kleiner See und der Regen zieht einfach nicht weiter, weil nur eine sanftes Lüftchen geht. Naja, bis jetzt haben wir ja Glück und bei uns hier drinnen ist es schön kuschelig. Wenn es donnert, grollt es aber ganz schön über‘s Meer ... mein lieber Freund, das ist ein Donnerwetter.
Temperatur Max. 12,6 Grad um 23.56 Uhr, Min. 9,8 Grad um 9.16 Uhr

Donnerstag, 23. Januar 2020

Das Meer schäumt und ist in Ufernähe ganz ockerfarben. Man sieht an der Farbe, wann die Tiefen des Meeres beginnen. Da ist es trotz der Strömung dunkelblau. Die Natur ist wunderschön und auch das tosende Meer. Das Wetter bleibt wirklich sehr durchwachsen und trotzdem spitzt die Sonne ab und zu durch die Wolken und wir können die warmen Strahlen genießen. Beim Laufen entdecken wir immer wieder neue Pflanzen. Unsere Augen und unser Gemüt freuen sich über die schönen Farben. Und Hunde sehen wir ... einer schöner als der andere. Am liebsten würden wir sie alle mitnehmen. Wir Ver- und Entsorgen, fahren Gas tanken und kaufen ein. Was will man bei dem Wetter auch anderes machen. Aber es wird ja wieder besser.
Temperatur Max. 16,4 Grad um 17.46 Uhr, Min. 12,6 Grad um 0.01 Uhr

Freitag, 24. Januar 2020

Vergangene Nacht hat es wieder geregnet und zusätzlich noch gewittert. Wir hatten wieder mal Glück ... im nahegelegenen Málaga (nur 30 km entfernt) hat es gehagelt ... 30 cm hoch lagen hier die Hagelkörner. Das Meer hat sich wieder etwas beruhigt. Nun kann es nicht mehr lange dauern, bis die Sonne wieder scheint. Einige wenige Fischerboote sind auch wieder am Rumschippern. Ach ... heute Abend machen wir selbstgemachte Hamburger. Und noch was ... wir haben heute einen Glücksstein auf dem Steg zum Meer gefunden.
Temperatur Max. 16,2 Grad um 14.36 Uhr, Min. 11,5 Grad um 8.46 Uhr

Samstag, 25. Januar 2020

Nachts fing es wieder zu regnen an, ganz schön arg und manchmal stürmte es tüchtig. Morgens um 7.00 Uhr hörten wir es von Weitem grollen. Mein lieber Freund ... das Gewitter kam dann relativ schnell zu uns. Zeitweise blitzte, donnerte und regnete es so stark, dass der Platz vor unserem Womo knöcheltief unter Wasser stand. Und laut war es. Wir raus aus dem Bett, nachdem es ja letzte Nacht in Málaga so schlimm war. Es war schon beängstigend. Aber es wurde nicht schlimmer und verzog sich nach 2 Stunden, ohne weiteren Schaden anzurichten. Glück gehabt ... wie schön. Und morgen soll ja wieder die Sonnen scheinen ... wird gemeldet ... so richtig dran glauben können wir aber noch nicht. Auch dieser Regentag wir zu Ende gehen ... natürlich im Bobberla.
Temperatur: Max. 14,7 Grad um 0.36 Uhr, Min. 10,2 Grad um 8.56 Uhr

Sonntag, 26. Januar 2020

Was für ein Wunder ... kein Regen heute Nacht ... und siehe da ... wir zwinseln als wir die Augen öffnen ... die Sonne scheint. Der Wetterbericht hatte also recht. Raus aus den Federn und ab ans Meer. Die Sonne strahlt uns an und wir sehen die Sturmschäden am Strand liegen. Alles mögliche!!! Holz, Plastik und einfach nur Dreck liegt jetzt da. Und Fischdosen ... viele Fischdosen ... und alle noch voll. Weit hinten sehen wir etwas Großes am Strand liegen. Als wir näher kommen, sehen wir ein großes Boot. Gerade kommt ein Bagger, der es anhängt und hochzieht. Das Boot sieht sehr mitgenommen und eine schwarze, seltsame Folie hängt überall heraus. Also ganz komisch. Hoffentlich ist hier kein Mensch zu Schaden gekommen. Den ganzen Tag denken wir immer wieder an dieses Boot. Bei sonnigen 18 Grad konnten wir uns wieder Außen einrichten. Unser Abendspaziergang war wieder sehr interessant. Wir sahen einen Gemüsehändler, ist wirklich einer! ... dieser fährt mit seinem Gefährt ... was immer das auch ist ... hoch beladen über einen Graben. Sieht ein bisschen aus wie in Thailand.
Temperatur: Max. 18,4 Grad um 16.36 Uhr, Min. 10,4 Grad um 7.31 Uhr

Montag und Dienstag, 27. + 28. Januar 2020

Ach wie wundervoll ist es, wenn früh morgens die Sonne scheint, das Meer ein bisschen „schlupp“ macht, die Sonne ein wunderbares Licht zaubert und kleine Fischerboote zu sehen sind. Schön! Eine Nachbarin, die aus Belgien kommt, macht aus Seeglas sehr schönen Schmuck. Seeglas, Meerglas auch als Strandglas bezeichnet, sind Glasscherben, die im Meer bzw. in der Brandungszone oder am Strand, angespült werden. Oft durch jahrzehntelangen Kontakt mit Meerwasser, Sand und Steinen verwittern. Dabei werden die scharfen Kanten der Scherben rund geschliffen. Die meist glänzende Oberfläche des Glases ist dann satiniert. Überwiegend sind es grüne, braune oder weiße Steine. So ... nun werden wir nicht nur Muscheln und schöne Steine sammeln, sondern auch Seeglas. Inzwischen laufen wir jeden Nachmittag oder Abend zu dem großen armen Hund, der schon auf sein Futter von uns wartet. Er ist so lieb! Sein rechtes Vorderbein ist total krumm ... vielleicht eine alte Verletzung. Und er riecht wie ein 50 Jahre alter Teppich. Ach egal ... er ist wie er ist ... einfach lieb. Wir denken, dass es ein Pyrenäenhund ist. Armes Tier. Am Strand kommt uns ein lachender, spanischer Cowboy auf seinem Pferd entgegen.

Ja, beim Faulenzen in der Sonne, beim Lesen und beim Nixtun lassen wir es uns gut gehen. Und wir bekommen aus der Heimat Besuch ... unglaublich ... zwei Weißenstädter, die Gestern erst angekommen sind. 
Temperatur: Montag - Max. 17,2 Grad um 16.46 Uhr, Min. 6,9 Grad um 8.26 Uhr; Dienstag - Max. 18,4 Grad um 15.21 Uhr, Min. 10,6 Grad um 8.41 Uhr

Mittwoch, 29. Januar 2020

Heute früh haben wir zwei Krebse gerettet - wieder ins Meer zurück. Jetzt wird es jeden Tag schöner - schöner ist es ja schon, aber es wird jeden Tag wärmer. So warm haben wir uns das nicht vorgestellt. Wir hätten mehr kurze Hosen statt lange mitnehmen sollen. Nachmittags gehen wir wieder mal ins nahe Dorf, anschließend zum Meer und den großen Wauzi füttern. Unterwegs sehen wir einige Platanen. Diese Bäume sieht man bei uns jetzt auch öfters. Ach - mein gehäkelter Küchenvorhang ist fertig bzw. habe ich kein Garn mehr, um ihn fertigzustellen.

Donnerstag, 30. Januar 2020

Heute satteln wir die Räder und ab geht es mit Krümel nach „Torre del Mar“. Hier führt uns ein Radweg direkt durch die Promenade, an der Küste entlang, zum Hafen. Schade, dass dieser abgeriegelt ist, aber es gefällt uns trotzdem sehr gut hier. Der Wind pfeift uns um die Nase, denn hier ist der äußerste Zipfel der Bucht, der weit ins Meer ragt. Wir sehen Fische im klaren Wasser und viele Segler liegen an den Bootsstegen. Auch einen Stellplatz für Womos gibt es hier - wirklich schön. Von weitem sehen wir einen Mann mit seinem Muli, der spitze Korbtaschen für Wasserbehälter über den Rücken liegen hat. Mulis und Esel ziehen mich magisch an ... ich auch Esel. Da ich natürlich ein Bild von dem Tier machen möchte, gehe ich etwas näher hin. Ein junger Mann spricht mich auf spanisch an und was ich verstehen kann ist, dass ein Foto € 7,00 kosten soll. Na so was! Ich sag € 2,00 ... obwohl das auch zu teuer ist. Warum soll das überhaupt was kosten??? Ich nix verstehen ... aber er läßt sich auf € 2,00 ein. Nur noch ein Problem, wir haben nur noch € 1,90 als Kleingeld ... was auf einmal auch in Ordnung ist. Der wird gedacht haben ... ausgeschmiert! Deutsche Frau! Auf dem Rückweg, wieder auf der Promenade entlang, sehen wir tolle Villen mit Palmen, Pools und blühenden Gärten. Hier würden wir es auch aushalten. Auf Empfehlung unserer Cuxhafener Nachbarn gehen wir zu einer Strandbar. Aus einem alten Boot, dass ganz mit Sand gefüllt ist, werden Fische auf offenem Feuer gegrillt ... Toll!!! Hier essen wir frittierte Sardellen, Reiner eine Seezunge mit „Fritz“ (sagt die Bedienung) und ich frittierten Kabeljau ... man war das lecker. Und nicht zu vergessen ... dieser Sangria!!! Es wird eine Karaffe mit Obst und Eiswürfel, Gläser und eine rote Bügelflasche mit Sangria gebracht. Wir sind begeistert! Das wir so lange hier sitzen hätten wir nicht gedacht ... es ist so schön und das beobachten der Leute so interessant. Eine „Nonne“ - schwarz angezogen, schwarzes Tuch am Kopf, raucht gegenüber wie ein Schlot und plappert mit zwei Frauen. Ich find das komisch und amüsiere mich darüber. Dann steht sie auf, ich sehe sie trägt eine Schürze und geht in die Küche zum Kochen. Wie es ausschaut a Häusern steht. Sicher ist das der alte Leuchtturm von früher, da ja jetzt ein neuer Leuchtturm an der Promenade steht. Wir sehen auch noch eine riesige weiße Statue, einen weißen Kapitän auf einer Verkehrsinsel. Beim Einkaufen treffen wir eine Hamburger Dern. Sie ist hier auf einem anderen Campingplatz mit ihren zwei Hunden ... ansonsten ganz allein. Sie ist auch alleine von Hamburg hier her gefahren ... alle Achtung! So ... nun eiern wir gar nach Hause ... hicks.

Freitag bis Sonntag, 31. Januar / 1. + 2. Februar 2020

Am nächsten Morgen lassen wir Herrchen schlafen und Krümel und ich schauen uns den Sonnenaufgang an. Traumhaft schön war das und kein Mensch am Strand. Eine wildlaufende Hündin begleitet uns und wälzt sich im Kies. Auch sie fühlt sich sichtlich wohl. Nachmittags gehen wir wieder ans Meer, Krümel badet, wir sammeln Muscheln, Steine und Seeglas. Was braucht’s mehr! Ach doch noch was ... auf‘s Meer schauen! Samstag früh großen Wauzi füttern ... am liebsten würden wir ihn mitnehmen ... und Nachmittags waren wir wieder am Strand. Es ist sooooo warm. Heute früh waren wir wieder beim Wauzi, wir mussten ihm ja sagen, dass wir die nächsten Tage nicht hier sind. Wir wollen in die Berge nach Ronda und nach Gibraltar fahren. Danach kommen wir wieder hier her. Die Cuxhafener passen auf unsere Sachen auf, die wir hier lassen. So - nun erstmal Tschüß bis zum Wochenende.

Montag, 3. Februar 2020

So - los geht‘s in die Berge nach Ronda. Durch Torre der Mar, danach ein ganzes Stück Richtung Malaga und dann in die Berge. Hier kommen wir an Olivenplantagen, blühenden Mandelbäumen und Orangenbäumen vorbei. Alte, verlassene und teil eingestürzte Fincas sind zu sehen. Was uns auffällt ist das Grün der Wiesen. Und das im Februar! Die Landschaft ist wieder ganz anders. Riesige kahle Felsen ragen hervor und es schaut wie die Landschaft einer Modelleisenbahn aus. Wir kommen zu unserem Ziel, einen Stellplatz, der zum Campingplatz in Ronda gehört. Sehr schön gelegen und ca. 1,5 km von Ronda entfernt. So ... erstmal ankommen und Toni anrufen. Er hat heute seinen 19. Geburtstag. Mit Donauwelle wird nachgefeiert ... versprochen Toni!!!
Jetzt Rucksack packen und los geht‘s nach Ronda. Wir kommen durch alte Gassen mit uraltem Steinpflaster und kleinen schiefen Häusern. Die meisten haben alte französische Balkone. Hinter einem steht ein wuscheliger Hund und bellt uns an. Hinter einem anderen sitzt eine Katze. Und wir hören die Andalusier, die sich angeregt und laut unterhalten. Hier ist was los! Die Gässchen sind nicht breit und doch stehen überall Autos herum. Das sind vielleicht Fahrkünstler! Die Gegend von Ronda war schon vor mindestes 25 tsd. Jahren beliebt. Aus dieser Zeit wurden Höhlenmalereien mit fast 5 km langen Grotten und Stollen gefunden. Hier lebten Steinzeitmenschen. Rondas Anziehungskraft ist schwer zu beschreiben. Hier zog es auch Orson Wels, Hemingway und Rainer Maria Rilke her. Orson Wels war der Stadt so verbunden, dass er nach seinem Tod seine Asche hier verstreuen ließ. Die ganze Stadt steht erhoben auf einen Felsen, liegt 750 m über dem Meeresspiegel und im Hintergrund, sind die riesigen Berge zu sehen. Irgendwie sieht es für uns orientalisch hier aus.
So eine schöne alte Stadt haben wir noch nicht gesehen und das ist wirklich nicht übertrieben.
Also wir möchten heute zur Brücke „Puente Nuevo“. Mit dem Bau wurde 1752 begonnen, sie wurde 1793 nach über 40 jähriger Bauzeit fertiggestellt. Sie ist fast 100 m hoch und überspannt den Rio Tajo. Sie verbindet die alte und neue Stadt, die durch diese Schlucht getrennt war. In ihrem Inneren befindet sich außerdem ein Hochsicherheitskerker. Also wir laufen auf unwegsamen Pflastersteinen, bei großer Hitze, den Berg hinab und haben ein tolles Bergpanorama vor uns. Und dann sehen wir sie. Die Brücke!!! Ist die toll!!! Dieser Weg hat sich gelohnt und wir sind sehr glücklich hier sein zu dürfen. Nach vielen Fotos und einer schönen Rast, geht‘s den Berg wieder hinauf. Wir kommen an blühenden Lilien vorbei und stolpern wieder einige Male über die „Katzensteine“. Wir laufen noch ein kleines Stück durch die Altstadt, am Rathaus, dem Kloster „Iglesia Santa Maria La Mayor“, am Denkmal der Herzogin von Parcent und an der Kirche „Maria Auxiliadora“ vorbei und kommen durch wunderschöne Gassen zur Bar „La Bodega“. Dort essen wir Knoblauchgarnelen und gegrillte Kartoffeln und trinken einen guten Sangria. Übrigens ... den ganzen Tag war es sehr sehr warm (ca. 22 Grad) und innerhalb kurzer Zeit wird es dann aber auch sehr frisch.

Dienstag, 4. Februar 2020

Am nächsten Morgen sehen wir die Sonne in den Bergen aufgehen. Nach dem Frühstück geht‘s wieder zu Fuß nach Ronda. Wir sehen wunderbare Innenhöfe und eine Kirche, in der die Schutzpatronin von Ronda „Virgen De La Paz“ ist. An einer kleinen Statue „San Juan Bosco“ kommen wir zu einem Souvenirladen, in dem wir einige Sachen einkaufen. Beim Bezahlen werden wir gefragt, ob wir das Haus besichtigen möchten, was wir gerne getan haben. Wir staunen nicht schlecht. Ein gigantischer Ausblick erwartet uns. Ein Brunnen, mIst Mosaik umrandet ... Sitzgelegenheit mit Mosaik verziert ... Treppenaufgänge, die wieder zum Haus führen ... kleine Balkone, in schwindelerregender Höhe und dies alles mit Blick auf die gestrige Brücke und die Berge im Hinterland. Im Inneren die alten originalen Möbel von Don Bosco, Seidentapeten, Kronleuchtet und ein wunderbarer Erker im Wohnsalon. Hier könnten wir es auch aushalten. Wir bedanken uns, dass wir hier sein durften, laufen über die alte Brücke zur Neustadt.
Über die besagte Brück kommen wir in die Neustadt. Hier werden wir gleich von einem „Goldenen Mann“ begrüßt. Nun sehen wir das alte Ronda von der anderen Seite. Schräg gegenüber ... das Haus von „Don Bosco“ in dem wir gerade waren. Auf dem Balkon sehen wir die Fahne, die auch ihr sehen könnt, wenn ihr das Bild genau anseht. Über den großen „Plaza de Espana“ kommen wir zur Stierkampfarena. In ihr wurde der Stierkampf zum ersten Mal zu Fuß gezeigt. Sie ist die älteste, für den modernen Stierkampf erbaute und erhaltene Arena Spaniens. Sie wurde am 11. Mai 1764 eingeweiht, weil aber während der Einweihung ein Teil der Tribüne zusammenstürzte, musste sie im folgenden Jahr erneut eingeweiht werden. Die Arena zählt 5000 Zuschauerplätze und ist 66 m breit und damit die größte Spaniens. Das Tor zu den Stierzwingern befindet sich unterhalb der Präsidententribüne. Noch eine Eigentümlichkeit ist, dass sie rundherum überdacht ist. Auch heute noch finden im September Stierkämpfe statt. Ansonsten wird sie auch für Konzerte und Folkloredarbietungen genutzt. Wir gondeln noch durch die ebenfalls sehr schöne Neustadt wieder zum Stellplatz zurück.
Wir waren zwei Tage hier in Ronda, haben sehr viel gesehen und eigentlich müssten wir mindestens noch eine Woche bleiben, um noch viel mehr von dieser kleinen Stadt zu sehen. Wenn wir wieder nach Andalusien kommen sollten, werden wir uns mit Sicherheit hier wieder finden.

Mittwoch, 5. Februar 2020

Durch eine wunderschöne Berglandschaft, die uns riesige Kiefernwälder zeigt, geht unsere Fahrt zur Meerenge nach Gibraltar. Leider schlägt das gute Wetter um und es wird sehr kühl und sehr stürmisch. Typisches Wetter halt, wenn man nach „England“ fährt. Grins. In La Linea, dass noch in Spanien liegt, kommen wir zu unserem Stellplatz im Jachthafen. Hinter uns ragt der „Affenfelsen“ hervor und uns stehen, vor lauter Wind, die Haare zu Berge. Mit unserem Ausweisen ... auch Krümel‘s ... laufen wir die paar Meter zur Grenze. Über die Landebahn des Flugplatzes sind wir im englischen Gibraltar angekommen. Die Gegend um die Meerenge herum wird als Campo de Gibraltar bezeichnet. Im Norden liegt die Sierra Carbonera, mit ihrem von Korkeichen übersäten Naturpark. Hier ist das eigentliche Tor nach Afrika. Am Horizont kann man unter den weißen Wölkchen die Küste Afrikas sehen. Uns kommt ein Bobby entgegen, wir sehen viele rote englische Telefonzellen und Postkästen. Durch das Ocean Village, mit seinen schönen Bars und Restaurants, kommen wir in die Main Street, einer Einkaufsmeile mit renommierten Edelläden und weiter in Richtung „Upper Rock“, dem Affenfelsen von Gibraltar. Hier laufen wir ein Stück hoch, um den Ausblick über den Hafen und die Stadt zu genießen. Gegenüber sehen wir tatsächlich Afrika im Dunst des „schlechten“ Wetters. Wir gehen wieder zurück zu unserem Bobberla und werden die Nacht darauf weiter durchgeschüttelt. Übrigens ... Tatsächlich sind doch unsere Weißenstädter Camper auch hier auf dem Stellplatz.

Donnerstag, 6. Februar 2020

Nach einer unruhigen Nacht beobachten wir beim Frühstück eine Fahrschule für Boote. Das ist fei net leicht, so ein Boot zu steuern. Wir können noch eine, für uns spektakuläre Landung eines EasyJet auf dem Flughafen von Gibraltar beobachten. Da das Wetter nicht besser wird, fahren wir wieder Richtung Almayate. Wir kommen an Estepona, Marbella, Fuengirola nach Malaga. Das Wetter wird zusehends besser. In Marbella sehen wir tolle Hotels, Casinos und viele reiche Menschen. Bei Mijas können wir direkt an der Küste eine Pause machen und das tosende Meer beobachten. Hier ist auch eine Hinweistafel, dass man die unterschiedlichsten Wale und Delfine von hier aus beobachten kann. Wir haben leider keine gesehen. Durch die riesige Stadt Malaga fahren wir ein ganzes Stück. Nur noch ein kurzes Stück und wir kommen wieder auf unserem Campingplatz an. Unsere Nachbarn, die auf unsere Sachen aufgepasst haben, begrüßen uns freudig und auch wir sind froh, wieder daheim zu sein.

Freitag bis Sonntag, 7. - 9. Februar 2020

Gestern Abend nach dem wir die beiden Hunde versorgt haben, hörten wir hinter uns Glockengeläut. Und es war nicht der Nikolaus mit seinen Rentieren, sondern eine 6-spännige Muli-Kutsche. Sowas haben wir auch noch nicht gesehen. Der Sonnenuntergang, die Mulis, das Glockengeläut und der aufgewühlte Sand ... ein schönes Erlebnis.
Heute (Freitag) fahren wir mit den Rädern wieder nach Torre del Mar. In der Innenstadt sehen wir einen Ochsenkarren ... bei dem Verkehr. Wir kaufen noch einige Souvenirs und fahren wieder zurück zum Campingplatz. Der Rest des Tages wird relaxt.
Am Samstag und Sonntag genießen wir einfach nur Sonne, Sand und Meer. Aber ein kleines Problem haben wir doch noch: Unsere Haupteingangstür läßt sich nicht mehr öffnen. Wir natürlich keinen Schlüssel dabei ... was nun? Zum Glück ist die Garagentür vom Womo nicht verriegelt und so kann Andrea durch die Bettklappe „einbrechen“ und die Tür von innen wieder öffnen. Am Abend verabschieden sich unsere französisch sprechenden Schweizer Nachbarn von uns. Wir wünschen ihnen eine gute Weiterreise nach Frankreich. Sie werden uns fehlen und natürlich auch ihre Hündin „Farah“.

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Kommentare: 3
  • #1

    Katja Puchtler (Samstag, 04 Januar 2020 19:55)

    Wir wünschen euch eine richtig schöne Zeit nach allem was in letzter Zeit war.
    Erholt euch schön und lasst es euch gut gehen.
    Wünschen euch
    Katja, Tim und Jonas
    Mit
    Asterix und klausi

  • #2

    Jutta Barthel (Samstag, 11 Januar 2020 21:21)

    Ich wünsche euch eine gute Fahrt und eine schöne Zeit im Süden. �

  • #3

    Mon (Mittwoch, 12 Februar 2020 10:04)

    Ich habe es auch endlich geschafft, bei euch vorbei zu schauen, schön habt ihr es hier, noch eine schöne Zeit