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Dänemark vom 08.07.2019 bis 04.08.2019

Nach einer Pause von 10 Monaten geht's mal wieder auf Reisen. Leider ist unser großer Hund "Moses" nicht mehr bei uns. Er ist am 6. Juni 2019 von uns gegangen. Unser Moses fehlt uns sehr. Aber in Gedanken ist er auch diesmal in Dänemark mit dabei. Mehr gibt's ab Anfang nächster Woche.


Montag, 8. Juli 2019

So ... es geht los. Heute morgen um 8.00 Uhr fahren wir gleich mit unserem Bobberla zur letzten KG (ich Andrea habe mir im Mai die Hand gebrochen) und dann geht es ab auf die A9 Richtung Dänemark. An Leipzig, Magdeburg und Wolfsburg vorbei, kommen wir in Niedersachsen auf dem Campingplatz „Aller-Leine-Tal“ ca. um 15.30 Uhr an. Hier werden wir übernachten. Ein kleiner, schöner und überschaubarer Platz, der fast leer ist. Krümel geht gleich mal in der Aller baden, die ca. 300 m entfernt vorbei fließt. Die Fahrt war angenehm, ohne Stau und es war nicht so heiß, wie die letzten Wochen bei uns. Wir machen noch einen schönen Spaziergang und fallen müde ins Bett.

Dienstag, 9. Juli 2019

Nach einer ruhigen Nacht geht unsere Fahrt Richtung „Krabbenbrot“ ... ach Neufeld an der Elbe ... heißt unser Ziel. Wir fahren ein Stück auf der A7 und beschließen, dann die Landstraße zu genießen. Hier fahren wir durch zig riesige Eichenalleen, die nicht enden wollen. Dazwischen die typischen roten Klinkerhäuser und Stallungen. Unzählige Weiden mit Pferden und meist schwarz-weißen Rindern lassen uns staunen. Wie schön es ist, die Tiere in der Natur zu sehen. Und wir fragen uns, warum bei uns (in Franken) diese Tierhaltung nicht möglich sein soll. Wir kommen an einer wirklich großen Windmühle vorbei, der „Elisabeth-Windmühle“. In Wischhafen angekommen, stehen wir ca. 30 Minuten, bevor es auf die Fähre geht und wir nach Glückstadt über die Südelbe schippern. Möwen, Schwäne und Gänse begrüßen uns. Nach ein paar Kilometern überqueren wir eine Zugbrücke und den Nord-Ostsee-Kanal. Wir kommen unserem Ziel immer näher und sind glücklich den Stellplatz, an dem wir schon so oft waren, zu sehen. Ein Womo steht schon ... und siehe da ... unser lieber Herr Holm, der Stellplatzwärter mäht den Rasen. So eine Freude, ihn zu sehen. Wir hatten schon Angst um ihn, da er vor zwei Jahren gesundheitlich recht angeschlagen war und auch noch ist. Er erzählt, dass er so gerne arbeitet um Menschen zu sehen, erzählen zu können und es wäre ihm in seinem Leben noch nie langweilig gewesen. Das ist doch eine sehr gute Einstellung. Ein toller Mensch ist das. Nach einem wirklich langen Spaziergang zwischen den Schafen auf dem Deich, laufen wir noch ein paar Meter zum „Op‘n Diek“. Endlich!!! Der Krabbenhunger plagt uns schon den ganzen Tag. Und nach einem Krabbensüppchen folgt Krabbenbrot mit Spiegelei und saure Krabben mit Bratkartoffeln. Hmm ... danach der legendäre „Eiergrog“. Wir rühren und rühren und schlappern (= fränkisch für trinken) unseren Grog. Der Nachbartisch spricht uns an, von wegen den Eiergrog alleine trinken, sie bestellen sich ebenfalls welche und wir kommen ins Gespräch. Es sind Einheimische, die sich freuen, dass wir schon so oft hier waren und es uns so gefällt. Ja, überall gibt es nette Leute und mit ein bisschen Gaudi ist der Abend noch schöner. Wir wackeln zu unserem Bobberla bzw. Krümel führt uns sicher nach Hause.

Mittwoch, 10. Juli 2019

Es ist bewölkt, aber warm, als der Tag in Neufeld beginnt. Schön langsam lassen wir es heute angehen und gratulieren Max zu seinem unglaublichen 25. Geburtstag. Mittags gehen wir nochmal Fisch im Op‘n Diek essen. Wir genießen die unglaublich gute Nordsee-Seezunge mit den besten Kartoffeln der Welt. Danach satteln wir die Hühner, holen im Gemüsehof Peters Kartoffeln und Salat. Und weiter geht‘s Richtung Dänemark. Nach knappen drei Stunden kommen wir auf Romö an. Hier sind wir wieder am Stellplatz „Oasen“ - 2019 als TopStellplatz ausgezeichnet. Die Sonne scheint schön, verzieht sich aber wieder. Wir laufen den „Landsend“-Weg zum Meer und kommen an extrem großen Beifuß am Rand des Weges vorbei. Krümel begrüßt die Nordsee. Wie schön! Zwischen den Schafen laufen wir auf den Dünen fast bis zum Hafen, wo auch die Syltfähre ablegt. Das war ein langer und schöner Spaziergang. Wir fallen müde in die Koje.

Donnerstag, 11. Juli 2019

Heute Nacht fing es das regnen an und wir werden bis morgen auf Romö bleiben. Ein Faulenzertag ist angesagt, mit nix machen. Ach ... am Stellplatz ist ein See. Hier schwimmen viele Enten mit ihren Jungen. Schön zu beobachten und ihnen gefällt dieses Regenwetter. Die Pferde dagegen stehen wie begossene Pudel auf der Weide. Ja ... jeder mag es halt etwas anders. Wir lernen ein Paar aus Norddeutschland kennen, die schon viele Jahre nach Dänemark fahren und sich auch manchmal in ein Ferienhaus einmieten. Die Beiden haben aus Liebe die dänische Flagge gehisst. Eine schöne Bekanntschaft. Bei einem Regenausflug sehen wir wieder schöne, in kleine Wäldchen versteckte Häuser. Morgen werden wir die Insel verlassen, die uns auch im Regen gefällt.

Freitag, 12. Juli 2019

So ... wir packen zusammen, Ver- und Entsorgen unser Bobberla und machen uns auf den Weg. Die Landschaft ist wie Zuhause, viel Wälder, Wiesen und Grün. Nur diese wunderbaren Häuser erinnern und daran, dass wir hier in Dänemark sind. Und die Flaggen, die an fast allen Häusern hängen. Die Dänen sind nämlich sehr stolz auf ihr Land. Zwischenstopp in Ribe. Wunderschöne, zum Teil windschiefe Häuser mit bunten Stockrosen und Rosen erwarten uns. Hier ist es so schön und die Sonne spitzt auch hervor - einfach herrlich. Gerade am Womo angekommen, fängt es wieder das Regnen an. Die Fahrt geht weiter vorbei an Blavand und wir erinnern uns immer wieder gerne, an den Urlaub vor genau 9 Jahren mit Anne und Sven. Der Angelversuch von Reiner und Sven bei Nymindegab - schön war‘s - auch hier kommen wir vorbei. Weiter geht‘s. Durch Hvide Sande zum Leuchtturm „Lyngvig Fyr“. Neben diesem Leuchtturm ist ein riesiger Naturcampingplatz in den Dünen, auf dem wir einen schönen Platz finden.

Samstag, 13. Juli 2019

Wir haben sehr gut geschlafen, auf unserem Stellplatz, nahe der großen Dünen. Das Wetter ist zwar durchmischt mit viel Wolken, aber es regnet nicht mehr. Wir machen es uns gemütlich (mit Decken) und trinken unseren Kaffee. Dann machen wir einen schönen Spaziergang über die Düne zur stürmischen Nordsee. Krümel flitzt hinter den Steinchen her, die Reiner wirft. Ganz so fit wie er mit Moses war, ist er aber nicht. Und er freut sich immer über Hunde, die er freudig begrüßt. Wir laufen noch ein Stück über die Dünenlandschaft und fallen dann wieder müde ins Bett. Das muß die gute Nordseeluft sein, die uns so müde macht.

Sonntag, 14. Juli 2019

Heute sollte es sonniger werden, bis jetzt ist die Wolkendecke aber immer noch sehr dick. Aber es scheint milder zu sein. Wir lesen und faulenzen und später geht es zum nahegelegenen Leuchtturm, der nachts sein Leuchtfeuer in unsere Koje scheinen lässt. Doch nicht Leuchtturm!!! Sondern Radtour nach Hvide Sande. Die kleine Hafenstadt liegt ca. 5 km entfernt und wir machen uns auf den Weg. Krümel im Hänger und ich fahre zum ersten Mal mit meiner lädierten Hand. Es klappt super. Reiner fährt vor mir mit Krümel, der putzig und neugierig aus seinem Hängerchen schaut und die Ohren flattern läßt. Schön so zu sehen. Am Ziel suchen wir einen Platz zum Abstellen und laufen durch die Ortschaft. Es ist viel los hier. Krümel ist ganz aufgeregt und begrüßt die vielen Hunde ... die meisten sind friedlich und freuen sich auch schwanzwedelnd. Wir kaufen Brot und natürlich frischen Fisch für heute Abend. Natürlich fehlt auch der geräucherte Lachs mit Knoblauch nicht. Seit wir diesen kennen, schmeckt er uns Zuhause gar nicht mehr. Eben frisch! Wir radeln wieder zurück und trinken unseren Kaffee mit dem pappsüßen Kuchen aus Dänemark. Den muß man sich einfach reinziehen. Eine schöne Tour war das.

Montag, 15. Juli 2019

Die Sonne kommt heute recht zögerlich, aber ab Mittag setzt sie sich gegen die Wolken durch. Heute geht‘s zum Leuchtturm „Lyngvig-Fyr“. Kurze Hosen und los geht‘s. Zwischen wilden Rosen und schon bald blühender Heide laufen wir schmale Wege bis dorthin. Am 3. November 1906 wurde das erste Mal das Leuchtfeuer gezündet. Drei Jahre vorher sank ein Schiff mit 24 Seeleuten in den Fluten der Nordsee. Dieses Unglück führte zum Bau dieses Turmes. Mit seinen 38 Metern ist er der höchste in Dänemark, hat 149 Treppenstufen und zusätzlich 79 vom Fuße der Düne bis zur Tür. Die drehende Linse wurde von einem Gewicht gezogen. Nach vier Stunden musste das Gewicht wieder per Hand hochgezogen werden. 1955 wurden Beleuchtung und Linsenantrieb elektrifiziert. Seit 1965 arbeitet der Leuchtturm automatisch. Der Leuchtturmwärter hatte früher viel zu tun, aber die Fischerfamilien waren froh und dankbar über das warnende Licht an der Küste. Wir machen eine schöne Tour um den Turm und natürlich wieder über eine sensationelle Düne hin zum Meer. Und wir gehen mal ein bisschen in die See. Bis zu den Waden ... ganz schön frisch. Es war wieder ein schöner Ausflug.

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Kommentare: 1
  • #1

    Antonia und die Jungs :) (Sonntag, 07 Juli 2019 20:39)

    Wir wünschen euch eine unvergessliche Zeit in Dänemark.
    Und denkt bitte dran, Moses ist in eurem Herzen immer dabei.

    Genießt das Wetter, die frische Luft und die Ruhe vor dem Alltagsstress.

    Wir freuen uns euch hier wieder "verfolgen" zu dürfen :)

    Wir haben euch lieb